Wednesday, 4. march 2009
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21:46
Meiner Meinung nach gibt es in längeren Erzählungen selten wirklich nur einen Hauptcharakter.
Meist gibt es nebem dem Held, bzw. der zentralen Figur, weitere wichtige Figuren, die auch mehr sind als ´nur` Nebencharaktere.
Die Hauptfigur hat Mitstreiter, Freunde, einen Partner, etc. oder aber auch Gegner, die auch den Status von Hauptcharakteren haben, die Geschichte vorantreiben und mit dazu beitragen, die
Hauptfigur zu charakterisieren (z.B. durch Dialoge, Aktionen,...).
Hauptcharaktere sollten rund und mehrdimensional sein, das Interessse des Lesers wecken und den ihn fesseln. Sie sollten nicht nach Schema F gestaltet sein und während der ganzen Handlung
interessant bleiben.
Damit meine ich, dass sie viele verschiedene Charaktereigenschaften besitzen sollten, den Leser immer wieder mit unerwarteten (aber nachvollziehbaren) Reaktionen und Handlungen überraschen
sollten (-> mehrdimensional).
Hauptcharaktere sollten die Geschichte aktiv vorantreiben und sich entwickeln.
Passive Charaktere langweilen schnell und wecken nur selten die Sympathie der Leser.
von Steffi
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Tuesday, 3. march 2009
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22:37
Die Übungen sind nicht dazu da, immer etwas tolles zu produzieren - es geht einfach nur darum, im Schreiben zu
bleiben.
Manchmal haben diese kleinen Szenen und Geschichten, die dabei entstehen viele Fehler und sind einfach nur ´hingekritzelt` - aber das ist absolut in ordnung so.
Ich habe vorhin etwas zu der Wortsalat-Übung geschrieben, die ich hier eingestellt hatte.
Das ist dabei herausgekommen:
Seine Augen tränten und er wischte sich mit seinen behandschuhten Findern durchs Gesicht.
Es stank nach Rauch und verbranntem Plastik und Raoul konnnte kaum ein Würgen unterdrücken.
Die Dachwohnung des zweistöckigen Hauses war komplett ausgebrannt.
Nur Reste eines alten Sofas und nebenan eine zusammengestürzte Küchenzeile ließen erahnen, welche Zimmer hier einmal gewesen waren.
Raoul stieg über die verkohlten Trümmer, die überall auf dem Boden lagen, trat durch die Tür und atmete tief die frische klare Luft ein.
Eine blonde Frau stürzte auf ihn zu und packte ihn an der roten Jacke. "Oh Gott! Es ist alles weg nicht wahr? Alles...alles verbrannt..."
Schluchzend brach sie zusammen. Raoul kniete sich hin und legte ihr vorsichtig den Arm um die Schultern. "Es ist nur eine Wohnung. Sie können die Sachen alle ersetzen. Sie haben ihre
Kinder gerettet. Das ist das wichtigste. Sie sind eine Heldin..."
Diese kleine Szene ist nicht besonders gut geschrieben und enthält Fehler - beispielsweise ist es beeindruckend, das der Feuerwehrmann es schafft, im
zweiten Stock aus der Tür zu gehen und im Freien zu stehen - aber darum geht es nicht.
Das Schreiben regt die Kreativität an - was könnte dort passiert sein? Wer ist die Frau - warum bezeichnet er sie als Heldin? Ist sie das wirklich? War etwas wichtiges im Haus, das einen großen
Verlust bedeutet?
Durch diese Übungen wird die Kreativität angeregt und vielleicht bekommt man durch sie auch einen Anstoß, eine Idee für eine Geschichte, die aus solch einer kleinen Szene entseht.
Beim einfach drauf-los schreiben sollte man versuchen, das Korrekturdenken abzuschalten und einfach so schreiben, wie es gerade in den Kopf kommt. Möchte man einzelne Szenen verrwenden, kann man
diese auch später noch bearbeiten.
von Steffi
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Tuesday, 3. march 2009
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19:48
Wir sind nicht jeden Tag kreativ und haben Ideen für neue Geschichten oder die Motivation, an bestimmten Projekten
weiterzuarbeiten.
Um trotzdem eine Schreibroutine zu etablieren gibt es mehrere Möglichkeiten.
Eine davon ist der "Wortsalat". Macht euch eine kleine Dose mit kleinen Zetteln auf denen einzelne Wörter stehen.
Diese Wörter bekommt ihr aus irgendwelchen Büchern. Einfach eine Seite aufschlagen, mit dem Finger blind an irgend eine Stelle tippen und dieses Wort aufschreiben.
Ich habe für meine ersten Wörter einen Roman und den Duden genommen.
Wenn es dann Zeit zum schreiben ist, zieht ihr einfach ein paar Wörter aus der Dose - und mit diesen schreibt ihr nun eine Geschichte.
Ich habe heute 4 Wörter gezogen:
- Boden
- Zweistöckig
- Gerettet
- Rest
So, jetzt wird einfach drauflos geschrieben.
Wenn ihr Lust habt könnt ihr mir ja eure Resultate schicken.
von Steffi
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Monday, 2. march 2009
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/2009
15:33
Meiner Meinung nach sind Charaktere das wichtigste an einer Geschichte.
Egal wie interessant die Handlung ist, sind die Charaktere langweilig und kann man sich mit ihnen nicht in irgendeiner Weise identifizieren, dann quält man sich durch das Buch - jedenfalls geht mir
das so.
Dagegen kann auch ein Buch mit einer weniger aufregenden Story gut zu lesen sein, wenn die Charaktere so gestaltet sind, das man als Leser an ihnen interessiert ist.
Die grobe Einteilung der Charaktere taucht überall wieder auf:
Hauptcharakter
Nebencharaktere
Platzhalter
Ich werde nach und nach etwas zu diesen einzelnen Charaktergruppen schreiben, weil das in einem Post doch etwas den
Rahmen sprengen würde.
Jetzt möchte ich erst einmal ein paar generelle Sachen loswerden.
Wie oben bereits erwähnt sollten Charaktere interessant sein, der Leser soll sich in irgendeiner Art und Weise mit ihnen identifizieren können.
Platte Charaktere, die sich ausschließlich an Klischees orientieren wecken kaum das Interesse der Leser.
Genauso schlimm ist es, wenn Charaktere der story und den jeweiligen Gegebenheiten angepasst werden, ohne Rücksicht auf ihre Eigenheiten.
Was ich damit meine: Ein Charakter hat Eigenheiten, Vorlieben, Stärken und Schwächen, eine Vorgeschichte, verschiedene Eigenschaften, Weltanschauungen, Einstellungen, etc.
Diese bestimmen ihn und seine Handlungsweisen.
Charaktere sollten entsprechend ihrer Persönlichkeit handeln und nicht so, wie es vielleicht besser in die story passt.
Ein schüchterner Charakter stellt sich nicht einfach ohne weiteres vor eine große Menschenmasse und ruft die Leute zu einer Revolution auf.
Der Autor muss sich also überlegen, welche Erlebnisse und Umstände einen schüchternen Menschen dazu bringen könnten, genau so etwas doch zu tun.
Charaktere sind nicht einfach der Spielball des Autors und einer Handlung, sondern sie sind Persönlichkeiten, auf die Rücksicht genommen werden muss.
Verhalten Charaktere sich immer einfach so, wie es für den Autor gerade passt, verlieren sie ihre Individualität und Persönlichkeit, der Leser kann sich nicht mit ihnen identifizieren udn ihr
Verahlten macht einfach keinen Sinn.
Charaktere entwickeln sich genau wie ihre realen Vorbilder - aber genau wie diese ändern sie sich nicht sprunghaft von einer Minute zur anderen sondern in kleinen Schritten und durch Ereignisse
und Erlebnisse, die sie prägen.
von Steffi
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Sunday, 1. march 2009
7
01
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21:37
So, erstmal ganz allgemein:
Wer bin ich und was will ich?
Ich heiße Steffi, bin 24 und studiere Soziale Arbeit.
Ich lese und schreibe unheimlich gern. Die ersten geschichten habe ich mir in der Grundschule ausgedacht, auch wenn die Qualität im nachhinein betrachtet doch leider etwas zu wünschen übrig lässt.
;-)
Auch wenn ich schon immer gern schreibe gibt es immer wieder Phasen, in denen ich das Schreiben aufhöre und es einfach im Alltagstrott untergeht.
Viele die selbst gern nebenbei schreiben kennen wahrscheinlich das Problem, nach einer Weile der Unkreativität wieder einen Einstieg zu bekommen.
Ich bin fest entschlossen, dem Schreiben jetzt wieder einen festen Platz in meinem Leben einzuräumen, mich zu verbessern und diesmal dran zu bleiben.
Ich möchte in diesem Blog Tipps zum Schreiben sammeln, Schreibübungen einstellen und bearbeiten und mal schauen was noch so kommt.
Ich freu mich über jeden, der sich aktiv beteiligen will, seine eigenen Texte zu den Übungen veröffentlichen will oder selbst Übungen und Tipps zum besseren Schreiben beisteuern möchte.
Gutes Schreiben braucht Übung - also schaffen wir die Zeit dafür...
von Steffi
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veröffentlicht in: Sonstiges
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